Was tun bei niedrigem Blutdruck?
Viele Menschen stellen sich die Frage: Was tun bei niedrigem Blutdruck? Ein niedriger Blutdruck ist weit verbreitet und betrifft Menschen jeden Alters. Besonders junge Frauen, schlanke Personen und ältere Menschen bemerken häufig Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit oder ein allgemeines Schwächegefühl. In vielen Fällen ist niedriger Blutdruck nicht gefährlich. Trotzdem können die Beschwerden den Alltag erschweren und die Lebensqualität beeinträchtigen.
Wenn Sie wissen möchten, was tun bei niedrigem Blutdruck wirklich hilft, finden Sie in diesem Artikel leicht verständliche und medizinisch korrekte Informationen. Sie erfahren, welche Ursachen hinter einem niedrigen Blutdruck stecken können, welche Symptome typisch sind und welche Maßnahmen den Kreislauf auf natürliche Weise unterstützen. Alle Tipps sind einfach erklärt und leicht umzusetzen.

Was bedeutet niedriger Blutdruck?
Der Blutdruck gibt an, mit welchem Druck das Herz das Blut durch die Blutgefäße im Körper pumpt. So werden Organe und Gewebe mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt. Damit alle Organe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, muss das Herz das Blut durch den Körper pumpen.
Beim Blutdruck werden immer zwei Werte gemessen:
- Systolischer Wert: Er zeigt den Druck während des Herzschlags.
- Diastolischer Wert: Er zeigt den Druck zwischen zwei Herzschlägen.
Von niedrigem Blutdruck, auch Hypotonie genannt, spricht man häufig bei dauerhaft gemessenen Werten unter 90/60 mmHg.
Wichtig zu wissen ist, dass niedriger Blutdruck nicht automatisch eine Krankheit bedeutet. Viele Menschen haben von Natur aus niedrige Blutdruckwerte und fühlen sich dabei vollkommen gesund. Erst wenn Beschwerden auftreten, sollte nach der Ursache gesucht werden.
Welche Symptome treten bei niedrigem Blutdruck auf?
Nicht jeder Mensch mit niedrigem Blutdruck hat Beschwerden. Manche Betroffene merken ihren niedrigen Blutdruck überhaupt nicht. Andere leiden täglich unter verschiedenen Symptomen.
Zu den häufigsten Anzeichen gehören:
- Schwindelgefühl
- Müdigkeit und Erschöpfung
- Kalte Hände und Füße
- Konzentrationsprobleme
- Schwarzwerden vor den Augen
- Herzklopfen
- Blasse Haut
- Kopfschmerzen
- Schwächegefühl
- Ohnmacht in schweren Fällen
Die Beschwerden treten häufig morgens nach dem Aufstehen oder nach langem Stehen auf. Auch hohe Temperaturen oder körperliche Anstrengung können den Kreislauf zusätzlich belasten.
Was tun bei niedrigem Blutdruck? Die wichtigsten Sofortmaßnahmen
Viele Menschen möchten wissen, was tun bei niedrigem Blutdruck, wenn plötzlich Schwindel oder Kreislaufprobleme auftreten. Oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag aus, um den Kreislauf zu stabilisieren.
Sofort hinsetzen oder hinlegen
Wenn Ihnen schwindelig wird, sollten Sie sich sofort hinsetzen oder hinlegen. Dadurch sinkt das Risiko zu stürzen und sich zu verletzen.
Am besten legen Sie sich auf den Rücken und lagern die Beine etwas höher als das Herz. So kann das Blut leichter zurück zum Herzen fließen.
Langsam und ruhig atmen
Viele Menschen werden bei Schwindel unsicher oder bekommen Angst. Ruhiges und gleichmäßiges Atmen hilft dem Körper, sich schneller zu erholen.
Vermeiden Sie hektische Bewegungen und stehen Sie erst wieder auf, wenn der Schwindel vollständig verschwunden ist.
Ein Glas Wasser trinken
Zu wenig Flüssigkeit gehört zu den häufigsten Gründen für Kreislaufprobleme.
Schon ein großes Glas Wasser kann helfen, den Kreislauf zu stabilisieren. Trinken Sie über den Tag verteilt ausreichend Wasser, damit der Körper genügend Flüssigkeit zur Verfügung hat.
Beine bewegen
Wenn Sie sitzen oder stehen, können kleine Bewegungen den Kreislauf unterstützen.
Hilfreich sind zum Beispiel:
- Die Füße kreisen lassen
- Die Waden anspannen
- Mehrmals auf die Zehenspitzen gehen
- Die Beine überkreuzen und leicht zusammendrücken
Diese Übungen fördern den Rückfluss des Blutes zum Herzen.
Warum entsteht niedriger Blutdruck?
Um zu verstehen, was tun bei niedrigem Blutdruck sinnvoll ist, sollte man die möglichen Ursachen kennen.
Nicht immer steckt eine Krankheit dahinter. Häufig handelt es sich um eine normale Veranlagung.
Häufige Ursachen
Zu den häufigsten Auslösern gehören:
- Zu wenig trinken
- Große Hitze
- Langes Stehen
- Schnelles Aufstehen
- Wenig Bewegung
- Schlanke Körperform
- Schwangerschaft
- Erbliche Veranlagung
Diese Ursachen lassen sich oft durch einfache Veränderungen im Alltag verbessern.
Medizinische Ursachen
Manchmal entsteht niedriger Blutdruck durch eine Erkrankung oder bestimmte Medikamente.
Mögliche medizinische Ursachen sind:
- Herzerkrankungen
- Hormonstörungen
- Blutverlust
- Starker Flüssigkeitsverlust durch Durchfall oder Erbrechen
- Einige blutdrucksenkende Medikamente
- Schwere Infektionen
Wenn die Beschwerden plötzlich auftreten oder sehr stark sind, sollte immer eine ärztliche Untersuchung erfolgen.
Was tun bei niedrigem Blutdruck am Morgen?
Viele Betroffene fühlen sich direkt nach dem Aufstehen besonders schwach. Während der Nacht arbeitet der Kreislauf langsamer. Deshalb braucht der Körper morgens etwas Zeit, um sich anzupassen.
Folgende Tipps helfen:
Langsam aufstehen
Bleiben Sie nach dem Aufwachen zunächst einige Minuten sitzen. Bewegen Sie die Beine und stehen Sie anschließend langsam auf.
Ein Glas Wasser trinken
Viele Menschen trinken morgens zuerst Kaffee. Besser ist es, zunächst ein Glas Wasser zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.
Leichtes Frühstück
Ein ausgewogenes Frühstück liefert dem Körper Energie und unterstützt den Kreislauf. Vollkornbrot, Joghurt, Obst oder Haferflocken sind gute Möglichkeiten.
Fenster öffnen
Frische Luft kann helfen, den Kreislauf anzuregen und Müdigkeit zu verringern.
Was tun bei niedrigem Blutdruck im Alltag?
Die beste Behandlung besteht oft darin, den Kreislauf täglich zu unterstützen.
Ausreichend trinken
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gehört zu den wichtigsten Maßnahmen gegen niedrigen Blutdruck.
Für viele Erwachsene sind etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßter Tee pro Tag sinnvoll, sofern keine ärztlichen Gründe dagegensprechen.
Regelmäßige Bewegung
Sport stärkt Herz und Blutgefäße. Schon tägliche Bewegung verbessert häufig den Kreislauf.
Geeignete Sportarten sind:
- Spazierengehen
- Radfahren
- Schwimmen
- Nordic Walking
- Leichte Gymnastik
Bereits 30 Minuten Bewegung am Tag können einen positiven Unterschied machen.
Nicht lange still stehen
Langes Stehen kann dazu führen, dass sich Blut in den Beinen sammelt. Dadurch gelangt weniger Blut zum Gehirn und Schwindel kann entstehen.
Versuchen Sie deshalb, regelmäßig die Beine zu bewegen oder das Gewicht von einem Bein auf das andere zu verlagern.
Wechselduschen
Wechselduschen regen die Blutgefäße an und können den Kreislauf trainieren.
Beginnen Sie mit warmem Wasser und wechseln Sie anschließend kurz zu kaltem Wasser. Wiederholen Sie diesen Wechsel mehrmals und beenden Sie die Dusche mit kaltem Wasser.
Viele Menschen berichten, dass sie sich danach wacher und fitter fühlen.
Ausreichend schlafen
Zu wenig Schlaf kann Müdigkeit und Kreislaufprobleme verstärken. Erwachsene sollten möglichst regelmäßig ausreichend schlafen und auf feste Schlafzeiten achten.
Kann Kaffee bei niedrigem Blutdruck helfen?
Viele Menschen trinken bei Kreislaufproblemen zuerst eine Tasse Kaffee. Das enthaltene Koffein kann den Blutdruck für kurze Zeit leicht erhöhen und dazu führen, dass man sich wacher fühlt.
Die Wirkung hält jedoch meist nicht lange an. Außerdem reagiert jeder Mensch unterschiedlich auf Koffein. Manche fühlen sich danach besser, andere bekommen Herzklopfen oder werden unruhig.
Kaffee kann den Kreislauf kurzfristig unterstützen, ersetzt aber keine gesunde Lebensweise mit ausreichend Flüssigkeit, Bewegung und ausgewogener Ernährung.
Welche Getränke sind bei niedrigem Blutdruck sinnvoll?
Wer sich fragt was tun bei niedrigem blutdruck, sollte besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.
Diese Getränke sind gut geeignet:
- Wasser
- Mineralwasser
- Ungesüßter Kräutertee
- Früchtetee
- Verdünnte Fruchtsäfte
Bei hohen Temperaturen oder nach körperlicher Anstrengung verliert der Körper mehr Flüssigkeit. Dann ist es besonders wichtig, ausreichend zu trinken.
Bewegung stärkt den Kreislauf
Regelmäßige Bewegung gehört zu den wirksamsten Maßnahmen gegen niedrigen Blutdruck. Dabei muss niemand Leistungssport treiben. Schon leichte Aktivitäten können helfen.
Empfehlenswert sind:
- Spazierengehen
- Radfahren
- Schwimmen
- Nordic Walking
- Gymnastik
- Leichtes Krafttraining
Bereits 30 Minuten Bewegung an den meisten Tagen der Woche können Herz und Blutgefäße stärken.
Was tun bei niedrigem Blutdruck in der Schwangerschaft?
Während der Schwangerschaft kommt niedriger Blutdruck häufig vor. Durch die hormonellen Veränderungen erweitern sich die Blutgefäße und der Blutdruck kann sinken. Besonders in den ersten Monaten fühlen sich viele Schwangere müde oder schwindelig.
Folgende Maßnahmen können helfen:
- Langsam aufstehen.
- Genügend Wasser trinken.
- Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt essen.
- Langes Stehen vermeiden.
- Regelmäßig leichte Bewegung machen, zum Beispiel spazieren gehen.
Kommt es zu starken Beschwerden, Ohnmacht oder anhaltendem Schwindel, sollte immer eine Ärztin oder ein Arzt informiert werden.
Was tun bei niedrigem Blutdruck bei älteren Menschen?
Ältere Menschen leiden häufiger unter Kreislaufproblemen. Das liegt unter anderem daran, dass die Blutgefäße weniger elastisch werden und manche Medikamente den Blutdruck beeinflussen können.
Hilfreich sind:
- Ausreichend trinken.
- Langsam aufstehen.
- Regelmäßige Bewegung.
- Stolperfallen in der Wohnung vermeiden.
- Den Blutdruck regelmäßig kontrollieren.
Da Schwindel das Risiko für Stürze erhöht, sollten Beschwerden immer ärztlich abgeklärt werden.
Wann sollte man zum Arzt gehen?
Ein niedriger Blutdruck ist oft harmlos. Trotzdem gibt es Situationen, in denen eine ärztliche Untersuchung wichtig ist.
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn:
- der Schwindel sehr stark ist,
- Sie wiederholt ohnmächtig werden,
- Brustschmerzen auftreten,
- Atemnot besteht,
- der niedrige Blutdruck plötzlich beginnt,
- Herzrasen oder Herzstolpern auftreten,
- Beschwerden trotz der empfohlenen Maßnahmen bestehen bleiben.
Die Ärztin oder der Arzt kann feststellen, ob eine andere Erkrankung hinter den Beschwerden steckt.
Welche Untersuchungen können durchgeführt werden?
Wenn die Ursache unklar ist, können verschiedene Untersuchungen helfen.
Dazu gehören unter anderem:
- Blutdruckmessung im Sitzen und Stehen
- Körperliche Untersuchung
- Blutuntersuchung
- Elektrokardiogramm (EKG)
- Langzeit-Blutdruckmessung
- Weitere Untersuchungen bei Bedarf
Diese Untersuchungen helfen dabei, die passende Behandlung zu finden.
Können Medikamente notwendig sein?
Die meisten Menschen mit niedrigem Blutdruck benötigen keine Medikamente. Oft reichen Veränderungen im Alltag aus.
Sind die Beschwerden jedoch sehr stark und beeinträchtigen den Alltag erheblich, kann die Ärztin oder der Arzt in Einzelfällen Medikamente verschreiben. Diese dürfen nur nach ärztlicher Anweisung eingenommen werden.
Nehmen Sie niemals Medikamente gegen niedrigen Blutdruck in Eigenregie ein.
Häufige Fehler bei niedrigem Blutdruck
Viele Betroffene machen unbewusst Fehler, die die Beschwerden verstärken können.
Dazu gehören:
- Zu wenig trinken
- Mahlzeiten auslassen
- Zu schnelles Aufstehen
- Den ganzen Tag sitzen
- Zu wenig Schlaf
- Schwindel ignorieren
- Trotz Schwindel Auto fahren oder Maschinen bedienen
Schon kleine Veränderungen im Alltag können den Kreislauf deutlich verbessern.
Tipps zur Vorbeugung
Wer seinen Kreislauf dauerhaft unterstützen möchte, kann diese einfachen Tipps beachten:
- Trinken Sie täglich ausreichend Wasser.
- Bewegen Sie sich regelmäßig.
- Schlafen Sie ausreichend.
- Stehen Sie langsam auf.
- Essen Sie regelmäßig.
- Vermeiden Sie langes Stehen.
- Duschen Sie gelegentlich warm und kalt im Wechsel.
- Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht.
Diese Maßnahmen helfen vielen Menschen dabei, Beschwerden zu verringern.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was tun bei niedrigem Blutdruck und Schwindel?
Setzen oder legen Sie sich sofort hin und lagern Sie die Beine hoch. Trinken Sie ein Glas Wasser und stehen Sie erst wieder auf, wenn der Schwindel vollständig verschwunden ist.
Ist niedriger Blutdruck gefährlich?
In den meisten Fällen ist niedriger Blutdruck harmlos. Gefährlich kann er werden, wenn es zu Ohnmacht, Stürzen oder wenn eine ernste Erkrankung die Ursache ist.
Hilft Sport gegen niedrigen Blutdruck?
Ja. Regelmäßige Bewegung stärkt Herz und Blutgefäße und kann den Kreislauf langfristig verbessern.
Wie viel sollte man trinken?
Für die meisten Erwachsenen sind etwa 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit pro Tag sinnvoll, sofern keine Erkrankung eine andere Trinkmenge erfordert.
Kann Stress den Blutdruck beeinflussen?
Ja. Körperlicher und seelischer Stress kann den Kreislauf beeinflussen. Ausreichende Erholung und regelmäßiger Schlaf unterstützen den Körper.
Fazit
Die Frage was tun bei niedrigem blutdruck lässt sich häufig mit einfachen und wirksamen Maßnahmen beantworten. Ausreichend trinken, regelmäßige Bewegung, langsames Aufstehen und eine ausgewogene Ernährung können den Kreislauf deutlich unterstützen. Viele Menschen bemerken bereits nach wenigen Wochen eine Verbesserung ihrer Beschwerden, wenn sie diese Tipps konsequent im Alltag umsetzen.
Niedriger Blutdruck ist in den meisten Fällen keine gefährliche Erkrankung. Trotzdem sollte man wiederkehrenden Schwindel, Ohnmachtsanfälle oder neu auftretende Beschwerden nicht ignorieren. Eine ärztliche Untersuchung hilft dabei, mögliche Ursachen zu erkennen und die passende Behandlung zu finden.
Wer seinen Körper gut kennt und auf Warnzeichen achtet, kann den Kreislauf oft erfolgreich stabilisieren. Mit einer gesunden Lebensweise und einfachen Gewohnheiten lässt sich der Alltag trotz niedrigem Blutdruck meist ohne größere Einschränkungen bewältigen.



