Fieber bei Kindern senken – für viele Eltern ist das ein wichtiges Thema, sobald das Thermometer eine erhöhte Temperatur zeigt. Fieber wirkt zunächst beunruhigend, ist aber meistens eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Nicht jede erhöhte Temperatur muss sofort gesenkt werden. Entscheidend ist vor allem, wie es dem Kind geht und ob weitere Warnzeichen auftreten.
Was bedeutet Fieber bei Kindern?
Fieber tritt häufig zusammen mit weiteren Beschwerden wie Gliederschmerzen auf. Was bei solchen Beschwerden helfen kann, erfahren Sie in unserem Ratgeber zu Gliederschmerzen und Fieber.
Fieber ist keine eigene Krankheit. Es zeigt, dass der Körper auf Krankheitserreger reagiert. Das Immunsystem arbeitet dabei verstärkt, um die Ursache der Erkrankung zu bekämpfen.
Bei Kindern spricht man in der Regel ab einer Körpertemperatur von 38,5 °C von Fieber. Bei Babys unter drei Monaten gilt bereits eine Temperatur von 38,0 °C als Fieber. Die genaue Temperatur sollte mit einem geeigneten Thermometer gemessen werden.
Eine erhöhte Temperatur bedeutet nicht automatisch, dass das Kind schwer krank ist. Viele fieberhafte Infekte verlaufen unkompliziert und bessern sich innerhalb weniger Tage von selbst. Deshalb sollte das Ziel beim Fieber senken nicht sein, unbedingt eine normale Temperatur zu erreichen. Viel wichtiger ist, dass sich das Kind besser fühlt.

Wann sollte man Fieber bei Kindern senken?
Fieber muss nicht allein wegen der Zahl auf dem Thermometer behandelt werden. Wenn ein Kind trotz Fieber noch trinkt, ansprechbar ist und sich einigermaßen wohlfühlt, ist eine sofortige Fiebersenkung häufig nicht notwendig.
Anders kann es aussehen, wenn das Kind deutlich unter dem Fieber leidet. Es kann dann sehr erschöpft, quengelig oder schmerzgeplagt sein. In solchen Situationen können fiebersenkende Maßnahmen sinnvoll sein.fieber bei kindern senken.
Auch eine sehr hohe Körpertemperatur kann ein Grund sein, ärztlichen Rat einzuholen. Entscheidend ist jedoch immer das Gesamtbild. Die Temperatur allein sagt nicht zuverlässig aus, wie schwer eine Erkrankung ist.
Fieber bei Kindern senken durch ausreichend Flüssigkeit
Ein wichtiger Punkt beim Fieber bei Kindern senken ist ausreichendes Trinken. Durch die erhöhte Körpertemperatur kann ein Kind mehr Flüssigkeit verlieren. Besonders bei kleinen Kindern kann Flüssigkeitsmangel schnell problematisch werden.
Das Kind sollte deshalb regelmäßig kleine Mengen trinken. Geeignet sind zum Beispiel Wasser oder andere altersgerechte Getränke. Säuglinge sollten weiterhin gestillt beziehungsweise entsprechend ihrer üblichen Ernährung versorgt werden.
Wenn ein Kind nicht viel auf einmal trinken möchte, können häufige kleine Mengen besser funktionieren. Eltern sollten darauf achten, ob das Kind weiterhin regelmäßig uriniert und insgesamt einen ausreichend wachen Eindruck macht.
Trockener Mund, fehlende Tränen, deutlich weniger Urin oder ein ungewöhnlich schwacher Allgemeinzustand können auf Flüssigkeitsmangel hinweisen. In dieser Situation sollte das Kind medizinisch untersucht werden.
Die richtige Kleidung bei Fieber
Ein fieberndes Kind sollte weder zu warm noch unnötig kalt angezogen werden. Zu viele Kleidungsstücke oder dicke Decken können dazu führen, dass sich die Wärme im Körper staut.
Am besten ist leichte, angenehme Kleidung. Wenn das Kind friert, darf es natürlich zugedeckt werden. Sobald das Frieren nachlässt und das Kind schwitzt, sollte überschüssige Kleidung oder eine zu dicke Decke entfernt werden.
Das Ziel ist nicht, den Körper möglichst stark abzukühlen. Das Kind soll sich angenehm fühlen und genügend Wärme abgeben können.
Fieber bei Kindern senken mit lauwarmen Umschlägen
Lauwarm empfundene Umschläge oder Wadenwickel werden häufig verwendet, um Fieber bei Kindern senken zu können. Sie können angenehm sein, wenn das Kind sie gut verträgt.
Wichtig ist dabei, keine kalten Wickel zu verwenden. Sehr kaltes Wasser kann unangenehm sein und den Körper zum Gegensteuern bringen. Das Kind sollte während der Anwendung nicht frieren.
Wenn das Kind fröstelt, kalte Hände oder Füße hat oder die Maßnahme als unangenehm empfindet, sollte darauf verzichtet werden. Hausmittel dienen vor allem dazu, Beschwerden zu lindern. Sie ersetzen keine medizinische Untersuchung, wenn Warnzeichen vorhanden sind.
Fieber bei Kindern senken mit Medikamenten
Bei der Anwendung von Medikamenten sollte immer auf den richtigen Wirkstoff und die passende Dosierung geachtet werden. Weitere Informationen zu rezeptfreien Medikamenten finden Sie in unserem Ratgeber rezeptfreie medikamente.
Fiebersenkende Medikamente können eingesetzt werden, wenn ein Kind deutlich unter dem Fieber leidet. Häufig verwendete Wirkstoffe sind Paracetamol und Ibuprofen. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem vom Alter und Körpergewicht des Kindes ab.
Die Dosierung muss genau nach den Angaben des jeweiligen Präparats beziehungsweise nach ärztlicher Anweisung erfolgen. Eltern sollten nicht einfach eine Erwachsenendosis auf ein Kind übertragen.
Besonders wichtig ist, Medikamente nicht häufiger oder in größeren Mengen zu geben als vorgesehen. Eine zu hohe Dosis kann gefährlich sein.
Paracetamol und Ibuprofen sollten außerdem nicht ohne Grund ständig miteinander kombiniert oder abwechselnd gegeben werden. Wenn Unsicherheit über Wirkstoff, Menge oder Abstand zwischen den Dosen besteht, sollte eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt oder eine Apotheke um Rat gefragt werden.
Warum Aspirin für Kinder nicht geeignet ist
Ein wichtiger Fehler beim Fieber bei Kindern senken wäre die Verwendung von Acetylsalicylsäure (ASS) ohne ärztliche Anweisung.
ASS, das beispielsweise in manchen Schmerzmitteln enthalten ist, soll bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Erkrankungen nicht angewendet werden. Es besteht ein seltenes, aber schwerwiegendes Risiko für das sogenannte Reye-Syndrom.
Deshalb sollten Eltern bei einem fiebernden Kind nicht einfach ein Medikament aus der Hausapotheke geben, das für Erwachsene gedacht ist. Bei jedem Medikament muss geprüft werden, ob es für das Alter und Gewicht des Kindes geeignet ist.
Fieber richtig messen
Eine zuverlässige Messung hilft dabei, die Körpertemperatur richtig einzuschätzen. Das Kind sollte nicht allein danach beurteilt werden, ob sich die Stirn heiß anfühlt.
Digitale Thermometer können verwendet werden. Bei kleinen Kindern gilt die rektale Messung als besonders zuverlässig. Ohr- oder Stirnthermometer können ebenfalls verwendet werden, wenn sie richtig angewendet werden.
Unter der Achsel oder im Mund gemessene Werte können je nach Alter und Messmethode weniger zuverlässig sein. Deshalb sollten Eltern immer die Gebrauchsanweisung des verwendeten Thermometers beachten.
Es ist außerdem sinnvoll, sich nicht ständig vom Thermometer abhängig zu machen. Neben der Temperatur sollte immer beobachtet werden, wie sich das Kind verhält, ob es trinkt und ob es ansprechbar ist.
Was man beim Fieber senken vermeiden sollte
Beim Fieber bei Kindern senken gibt es einige Maßnahmen, die nicht sinnvoll oder sogar gefährlich sein können.
Das Kind sollte nicht mit Eis, eiskaltem Wasser oder sehr kalten Wickeln gekühlt werden. Auch ein kaltes Bad ist keine geeignete Methode, um Fieber schnell zu beseitigen.
Ebenso sollte ein fieberndes Kind nicht dick eingepackt werden, nur um es zum Schwitzen zu bringen. Dadurch kann die Wärmeabgabe behindert werden.
Fiebersenkende Medikamente sollten niemals nach Gefühl dosiert werden. Auch eine doppelte Dosis, weil die Temperatur nach kurzer Zeit noch nicht ausreichend gesunken ist, ist keine gute Idee.
Fieber muss außerdem nicht auf einen bestimmten Wert gebracht werden. Eine Senkung um einige Zehntelgrade kann bereits ausreichen, wenn sich das Kind dadurch besser fühlt.
Wann reicht Beobachten aus?
Bei einem ansonsten gesunden Kind kann Fieber häufig zu Hause beobachtet werden, wenn es ausreichend trinkt, ansprechbar bleibt und keine auffälligen Beschwerden zeigt.
Viele fieberhafte Erkrankungen bei Kindern sind selbstbegrenzend. Das bedeutet, dass der Körper die Infektion ohne spezielle Behandlung überwindet. Häufig dauert das Fieber nur wenige Tage.
Eltern sollten dem Kind vor allem Ruhe und Nähe geben. Es muss nicht den ganzen Tag im Bett liegen, wenn es sich besser fühlt. Anstrengendes Toben sollte bei Fieber jedoch vermieden werden.
Wann sollte ein Arzt das Kind untersuchen?
Besonders bei starken oder ungewöhnlichen Beschwerden ist es wichtig, die möglichen Ursachen richtig einzuschätzen und rechtzeitig ärztlichen Rat einzuholen gesundheit.
Beim Fieber bei Kindern senken ist nicht nur die Temperatur wichtig. Es gibt Situationen, in denen eine ärztliche Untersuchung notwendig ist.
Besonders bei Babys unter drei Monaten sollte eine Körpertemperatur von 38,0 °C oder mehr ärztlich abgeklärt werden. Bei älteren Kindern ist ebenfalls eine Untersuchung wichtig, wenn das Fieber länger anhält, wiederholt auftritt oder der Zustand des Kindes schlechter wird.
Ärztliche Hilfe ist außerdem wichtig, wenn das Kind:
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ungewöhnlich schläfrig oder schwer weckbar ist,
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verwirrt oder auffällig teilnahmslos wirkt,
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kaum oder gar nicht trinken möchte,
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deutliche Zeichen von Flüssigkeitsmangel zeigt,
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starke Schmerzen hat,
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Atemprobleme entwickelt,
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einen steifen Nacken bekommt,
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einen auffälligen Hautausschlag entwickelt,
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wiederholt stark erbricht,
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einen Fieberkrampf bekommt oder
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insgesamt deutlich kränker wirkt.



